Checkpoint SpielxPress

[Zugang zum Data-Repository]

Loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein (Login) oder fordern Sie Zugangsdaten an (Register). Das Data-Repository ist für SpielxPress-Leser und soll in Zukunft weitere Daten und Artikel aus der Welt der Spiele beinhalten.


Login








Passwort vergessen?
[Funktion noch nicht verfügbar]

Noch kein Login?
      Kostenfrei registrieren!



[v6: 01.061 160]
SpielxPress - Welt der Spiele in einem Magazin. Folgen Sie uns auf den Spuren der Spiele aus aller Welt und unterhalten Sie sich - Spiele regen die Phantasie an und helfen zu entspannen.
 FB-Seite SxP  
 Twitter-Seite SxP  

SpielxPress-Test

[2015-10-20 11:30:50] #Id: 13354 | View: 28639

Winter Morgan – Die Suche nach dem Diamanten-Schwert

Auf der Suche nach der Logik

Wir kennen das Phänomen bereits: Erfolgreiche Videospiele werden in jeder Form weiter verwertet. Böse Zungen würden dies „Recycling“ oder „Lizenzausschlachtung“ nennen - eine Disziplin, die die Videospielindustrie sich eindeutig vom Filmbusiness angeeignet hat. Mit „Die Suche nach dem Diamanten-Schwert“ bekommen Minecraft Fans nun eine Romanumsetzung im Minecraftuniversum geboten – aktuell, wo die Berichterstattung rund um den Story-Modus von Minecraft voll ist, ein durchaus interessantes Thema. Wir haben für euch den Roman gelesen.

In der Geschichte wird der junge Farmer Steve zum Helden. Eigentlich ein friedfertiger Bastler, der nach einem Angriff auf sein Dorf doch zum Schwert greifen muss. Nach einem wilden Kampf tritt er die Flucht ins Nether, quasi die Unterwelt, an – eine Reise die nur noch mehr Abenteuer mit sich bringt,…

Bereits nach wenigen Seiten wird klar: Bei diesem Buch kann es sich nur um ein Kinderbuch handeln. Die Sätze sind sehr kurz, der Wortschatz gering und die Formulierungen mehr als platt. Eine Tatsache, die der Hersteller auf dem Cover nicht ausweist. Die Herstellerhomepage gibt allerdings schnell preis: Die Zielgruppe sind 8- bis 10-jährige Leser. Anzuerkennen ist die Verbundenheit zur Minecraft Welt – Fans erkennen nicht nur sofort die Monster, sondern finden auch einige Mechaniken - wie das Entzünden eines Netherportals oder das Töten eines Ghasts - wieder. Nichtsdestotrotz strotzt das Buch voller Logikfehler – die selbst einem Kind klar werden sollten. Ein Beispiel: Steve kämpft unerbittlich gegen ein Heer von Creepern. Sein Eisenschwert nutzt sich immer weiter ab, bis es letztlich zerbricht und er ohne Waffe die Flucht antreten muss. Drei Seiten später öffnet er jedoch sein Inventar und zückt ein Goldschwert,… Dieses Beispiel soll auch gleich noch einen weiteren Kritikpunkt veranschaulichen: Die Formulierungen. Steve öffnet nicht seinen Rucksack um sein Goldschwert zu zücken – nein, er öffnet sein Inventar. Später im Verlauf der Handlung wird Steve erpresst: Er soll den kompletten Inhalt seines „Inventars“ aushändigen. Diese Art der Sprache trägt eindeutig nicht zur Atmosphäre bei, sondern wirkt letztlich nur lächerlich.

Minecraft schafft es seit Jahren mit Minimalismus und Mut zum Understatement seine Spieler zu begeistern. Den Romanen gelingt dies nicht – denn auch Minimalismus erfordert eine gewisse Qualität und Konsequenz. Keine Frage, „Die Suche nach dem Diamanten-Schwert“ ist eindeutig ein Kinderbuch, dennoch sind die Fehler in Sachen Logik und Sprache einfach erschreckend. Angesichts dieser Schwächen bleibt es fraglich, ob Eltern dieses Buch als Ersatz zum echten Minecraft schenken sollten – dort werden Kinder wenigstens entsprechend gefordert.

Wertung: 1 von 5 Sterne

[upd. 2015-10-19 22:50:50::59(JGr)]
[upd. 2015-10-20 11:30:18::117(SSc)]

[zum Seitenanfang retour]


[Redaktions-Overlay] TEST



Einfach in das Textfeld klicken, um mit dem Editieren zu beginnen.
Zum Stoppen außerhalb des Textfeldes klicken.

Winter Morgan – Die Suche nach dem Diamanten-Schwert

Auf der Suche nach der Logik

Wir kennen das Phänomen bereits: Erfolgreiche Videospiele werden in jeder Form weiter verwertet. Böse Zungen würden dies „Recycling“ oder „Lizenzausschlachtung“ nennen - eine Disziplin, die die Videospielindustrie sich eindeutig vom Filmbusiness angeeignet hat. Mit „Die Suche nach dem Diamanten-Schwert“ bekommen Minecraft Fans nun eine Romanumsetzung im Minecraftuniversum geboten – aktuell, wo die Berichterstattung rund um den Story-Modus von Minecraft voll ist, ein durchaus interessantes Thema. Wir haben für euch den Roman gelesen.

In der Geschichte wird der junge Farmer Steve zum Helden. Eigentlich ein friedfertiger Bastler, der nach einem Angriff auf sein Dorf doch zum Schwert greifen muss. Nach einem wilden Kampf tritt er die Flucht ins Nether, quasi die Unterwelt, an – eine Reise die nur noch mehr Abenteuer mit sich bringt,…

Bereits nach wenigen Seiten wird klar: Bei diesem Buch kann es sich nur um ein Kinderbuch handeln. Die Sätze sind sehr kurz, der Wortschatz gering und die Formulierungen mehr als platt. Eine Tatsache, die der Hersteller auf dem Cover nicht ausweist. Die Herstellerhomepage gibt allerdings schnell preis: Die Zielgruppe sind 8- bis 10-jährige Leser. Anzuerkennen ist die Verbundenheit zur Minecraft Welt – Fans erkennen nicht nur sofort die Monster, sondern finden auch einige Mechaniken - wie das Entzünden eines Netherportals oder das Töten eines Ghasts - wieder. Nichtsdestotrotz strotzt das Buch voller Logikfehler – die selbst einem Kind klar werden sollten. Ein Beispiel: Steve kämpft unerbittlich gegen ein Heer von Creepern. Sein Eisenschwert nutzt sich immer weiter ab, bis es letztlich zerbricht und er ohne Waffe die Flucht antreten muss. Drei Seiten später öffnet er jedoch sein Inventar und zückt ein Goldschwert,… Dieses Beispiel soll auch gleich noch einen weiteren Kritikpunkt veranschaulichen: Die Formulierungen. Steve öffnet nicht seinen Rucksack um sein Goldschwert zu zücken – nein, er öffnet sein Inventar. Später im Verlauf der Handlung wird Steve erpresst: Er soll den kompletten Inhalt seines „Inventars“ aushändigen. Diese Art der Sprache trägt eindeutig nicht zur Atmosphäre bei, sondern wirkt letztlich nur lächerlich.

Minecraft schafft es seit Jahren mit Minimalismus und Mut zum Understatement seine Spieler zu begeistern. Den Romanen gelingt dies nicht – denn auch Minimalismus erfordert eine gewisse Qualität und Konsequenz. Keine Frage, „Die Suche nach dem Diamanten-Schwert“ ist eindeutig ein Kinderbuch, dennoch sind die Fehler in Sachen Logik und Sprache einfach erschreckend. Angesichts dieser Schwächen bleibt es fraglich, ob Eltern dieses Buch als Ersatz zum echten Minecraft schenken sollten – dort werden Kinder wenigstens entsprechend gefordert.

Wertung: 1 von 5 Sterne

[upd. 2015-10-19 22:50:50::59(JGr)]
[upd. 2015-10-20 11:30:18::117(SSc)]

Menü

Overlay beenden ohne zu speichern

Daten speichern



Kategorie bestimmen


Bestätigungsemail an


Tests von anderer Seite:
URL (z.b. http://www.test.com) in das Feld eintragen.
Standard: Feld bleibt leer.



Bilddaten hochladen

[Redaktions-Overlay] TEST



Einfach in das Textfeld klicken, um mit dem Editieren zu beginnen.
Zum Stoppen außerhalb des Textfeldes klicken.


Menü

Overlay beenden ohne zu speichern

Daten speichern



Kategorie bestimmen


Bestätigungsemail an


Tests von anderer Seite:
URL (z.b. http://www.test.com) in das Feld eintragen.
Standard: Feld bleibt leer.



Bilddaten hochladen
Copyright Spiel&Presse e.V. 2015 bis heute. See Kontakt/Impressum for more Informations. All rights reserved.
Diese Webseite verwendet Cookies, um Benutzern den Zugang als User zu ermöglichen.
Weitere Infos zu unserer Sicherheitspolitik finden im Datenschutzbereich.